Folge 4 – Johannes Prüller von Kununu im Interview über Mitarbeiterzufriedenheit

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Podcast: Transforming Organisations for Humanity – Folge #4

„Kurz gesagt, Arbeit kann uns genauso viel Energie geben, wie sie uns auch wegnimmt.“

Alina hat für unsere Podcastfolge #4 Johannes Prüller, Head of Global Communications & Insights bei Kununu in Berlin getroffen und mit ihm über Mitarbeiterzufriedenheit, Ansätze von New Work und Menschlichkeit in Unternehmen gesprochen.

Wir freuen uns, dir unsere 4. Podcastfolge zu präsentieren und natürlich auch auf deine Kommentare. Viel Freude beim Reinhören.

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Heute darf ich Johannes Prüller bei Transforming Organisations als Gesprächspartner willkommen heißen. Johannes, du bist über den Bereich Marketing in die Berufswelt eingestiegen, warst eine Zeitlang auf Agenturseite tätig, hast viele Jahre als Journalist und als Berater für Agenturen in der Unternehmenskommunikation gearbeitet. Seit nunmehr 1,5 Jahren bist du als Head of Global Communications & Insights für die Unternehmenskommunikation bei Kununu tätig. Kununu bietet Mitarbeitern die Möglichkeit ihre Arbeitgeber zu bewerten und ist mit diesem Konzept führend in Europa. Vor einem Jahr seid ihr auch in den US-amerikanischen Markt eingetreten. Lieber Johannes, schön, dass du wir heute in Berlin zusammensitzen und du dir für Transforming Organisations Zeit genommen hast.

Sehr gerne!

Johannes, erklär unseren Zuhörern doch einmal kurz, was eigentlich deine Aufgaben bei Kununu sind.

Ja, sehr schön, dass wir heute zusammensitzen. Ich freu mich auch sehr. Ich bin bei Kununu für die Unternehmenskommunikation und Pressearbeit verantwortlich, und zwar für den deutschsprachigen Raum, wo Kununu die führende Arbeitgeberbewertungsplattform ist. Sowie für die USA, wo wir ganz neu sind und seit einem Jahr sozusagen dort einen Test fahren, ob Kununu auch in den USA funktioniert. Basieren auf den Arbeitgeberbewertungen unserer User sehen wir Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und können die anhand unserer Daten analysieren. Wir sehen auch die Entwicklung der Mitarbeiterzufriedenheit im Zeitverlauf, und zwar für Unternehmen, Branchen, Bundesländer und ganze Städte. Deshalb ist eines meiner Hauptaufgabengebiete auch die Datenanalyse. Außerdem kümmere ich mich um die Forschungskooperation bei Kununu. Das heißt, wenn eine Hochschule oder eine Universität auf unsere Daten zurückgreifen will, dann kontaktieren sie mich.

Dann hast du ja einen ziemlich guten Überblick, wie zufrieden bzw. unzufrieden die Menschen aktuell so sind in Unternehmen.

Es schaut ganz gut aus, derzeit.

Was sind deiner Ansicht nach die größten Herausforderungen, um für mehr Menschlichkeit in Unternehmen zu sorgen? Kununu als Bewertungsplattform von Arbeitgebern spiegelt ja schön wieder, was tatsächlich in den Betrieben passiert.

Welche Erfahrungen hast in deinem Berufsleben gemacht? Wo siehst du Hürden?

Ich glaub die größte Herausforderung besteht tatsächlich darin, die richtige Balance zu finden. Das heißt wir befinden uns ja heute in einer Arbeitswelt, in der der Wandel kein singuläres Phänomen mehr ist, sondern viel mehr so eine Art Dauerzustand bedeutet. Das heißt die Taktung wird immer höher, die Arbeit verdichtet sich und gleichzeitig haben viele Führungskräfte aber immer weniger Zeit, sich mit ihren Mitarbeitern zu beschäftigen und sie zu führen.

Führungskräfte sind also heute fast schon (wenn man so will) zerrissen zwischen den Anforderungen, die sie auf der operativen Ebene haben, und gleichzeitig aber auch den Anforderungen, die sie haben, um ihre Mitarbeiter zu steuern, zu entwickeln und um das Potenzial bei ihnen heraus zu kitzeln.

Ich würde mal sagen es ist menschlich. Wir wurden ja auch Jahrzehnte lang so erzogen, dass das nächste Arbeitsergebnis vielleicht höher zu priorisieren ist, als die Entwicklung und das individuelle Coaching des einzelnen Mitarbeiters.

Das Lustige ist, gleichzeitig ist er der entscheidende Treiber für den geschäftlichen Erfolg und die Produktivität, genau dieser Mitarbeiter.

Das heißt, Performance-Steigerung funktioniert heute eigentlich ausschließlich über die Produktivität der Mitarbeiter. Es gibt ja auch zahlreiche Studien, die belegen, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter einen sehr großen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens hat. Das heißt es besteht auf jeden Fall eine Wechselwirkung zwischen Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität oder Performance von Unternehmen. Und das ist auch ein Bereich, den wir in unseren Daten ganz gut ablesen können.

Prinzipiell verfügen Unternehmen, die erfolgreich sind auch über einen recht hohen Score in den verschiedensten Dimensionen der Mitarbeiterzufriedenheit. Wir messen da ganz tief, also wir haben 13 Dimensionen, die wir bei Mitarbeitern messen, egal ob das jetzt die Gehaltszufriedenheit oder das Verhalten der Führungsetage. Oder auch so banale Dinge wie bspw. Work-Life-Balance vielleicht.“

 

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung deiner Meinung nach auf das Menschenbild in Unternehmen?

Sehr schöne Frage! Ich glaube, Prinzipiell muss man sagen die Digitalisierung ist nichts Gutes und nichts Schlechtes. Das heißt ich sehe die Digitalisierung immer recht neutral. Egal welche Revolution wir erlebt haben, der Mensch kennt das.

Der Mensch ist anpassungsfähig und er weiß, dass der Wandel sozusagen, auch denn er ihn im ersten Schritt vielleicht mal überfordert, ganz natürlich ist.

Bei der Digitalisierung ist allerdings ein Punkt neu, und zwar die Schnelligkeit, mit der sie uns alle betrifft. Und auch, dass sie uns alle betrifft. Also es gibt keine Branche, die sich heute nicht mit dem Phänomen der Digitalisierung auseinandersetzen muss, und das finde ich schon mal erwähnenswert, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, dass wir uns heute zu diesem Thema austauschen und sozusagen darüber diskutieren, zeigt irgendwie, dass wir in einer schönen Welt leben. Das finde ich ganz ganz toll.

Was die Digitalisierung tatsächlich geschafft hat, ist Transparenz in Unternehmensstrukturen zu bringen. Das heißt überspitzt formuliert könnte man sagen, dass eine gewisse Machtverschiebung stattgefunden hat. Und die Zeiten, in denen der Mitarbeiter tatsächlich nur eine Humanressource war, der im Prinzip Entscheidungen abarbeitet, die hinter verschlossenen Türen getroffen worden sind, also diese Zeiten sind komplett vorbei.

Denn heute hat ja jeder jede Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen, egal ob wir über Unternehmen, politische Gremien oder Kulturbetriebe reden. Natürlich verstärken die Digitalen Möglichkeiten auch den generellen Trend, dass intransparente Systeme immer weniger von der Gesellschaft akzeptiert werden. Und zwar die tradierten Denkmodelle werden immer hinterfragt. Der Mensch wird immer mündiger und challenged das Ganze einfach. Das heißt, die Zeiten, wo wissen mit macht gleichzusetzen ist, und auch Informationen bewusst im Unternehmen kontrolliert fließen, die Zeiten sind vorbei bzw. sind nicht mehr die Modelle oder die Denkmodelle, welche von Erfolg gekrönt sind.

Das heißt du siehst vor Allem in der Digitalisierung so eine Art Demokratisierungs- und Transparenztool? 

Ich sehe es natürlich auch aus meiner Brille von Kununu. Weil schlussendlich ist die Idee gebaut worden um Informationen in die Hände der User zu geben, zu denen sie sonst wenig zugriff hatten.

Wenn ich nämlich damals niemanden gekannt habe in einem Unternehmen, war es irgendwie schwierig, in Erfahrung zu bringen, wie es denn tatsächlich in einem Unternehmen ist. Ich glaube in den letzten zehn Jahren, seitdem unsere Plattform gegründet worden ist, hat sich da ganz viel getan. Natürlich nicht nur durch uns, aber auch wir haben sozusagen einen kleinen Baustein dazu hinzugefügt. Und die Transparenzdebatte, glaube ich, geht nicht mehr weg. Das heißt, wenn dann intensiviert sie sich noch. Und das wird noch ganz ganz spannend in Zukunft.

Befragt man die Daten, so macht Arbeit zunehmend krank. Immer mehr Menschen leiden an Burnout und Depression. Welchen Blick, welche Maßnahmen brauchen wir, um dies zu ändern? Inwieweit siehst du einen Zusammenhang zu individueller Entfaltung, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung?

Ich sage mal so: Es stimmt tatsächlich, dass Arbeit krankmachen kann. Und zwar immer dann, wenn sie uns rund um die Uhr in Anspruch nimmt, wenn sie und auslaugt, wenn sie uns erschöpft, wenn sie uns vielleicht sogar bis zum Totalausfall bringt. Das kann aber auch sein, wenn wir uns in einem Arbeitsumfeld befinden, das nicht unseren Talenten entspricht. Oder auch wenn wir aus finanziellen Sicherheitsgründen vielleicht in einem Job bleiben, der uns nicht wirklich gefällt oder uns auch nicht wirklich fordert. Oder wo einfach der Umgang unter den Kollegen und unter den Führungskräften nicht wertschätzend ist. Also das sind Punkte und ernste Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, glaube ich, alle. Die frage finde ich auch deshalb so spannend, weil man sie eigentlich auch umgedreht stellen kann.

Also ja, Arbeit kann sozusagen krankmachen, auf der anderen Seite kann Arbeit auch Lebenssinn geben. Und um so wichtiger ist es natürlich für sich, den passenden Job zu finden, das zu tun, was einem Spaß macht und auch das zu tun, was man gut kann. Im Idealfall für einen Arbeitgeber mit dessen Werten und Zielvorstellungen, man sich auch identifizieren kann. Dann kann Arbeit sehr wohl glücklich machen. Es kann zufrieden machen, wir können uns entfalten, wir können mit der Arbeit wachsen, wir können an der Arbeit wachsen und erleben auch persönliche Genugtuung. Das heißt, kurz gesagt, Arbeit kann uns genauso viel Energie geben, wie sie uns auch wegnimmt.

Welches Menschenbild ist in deinem Unternehmen etabliert? Wie würdest du es beschreiben?

Bei Kununu ist es auf jeden Fall der Respekt vor den Anderen, eine grundsätzlich positive Haltung, die wir alle an den Tag legen, und vor Allem die Bereitschaft zur Wertschätzung von Leistungen der Anderen.

Wir haben wöchentlich jeden Freitag einen internen Newsletter, da blicken wir sozusagen gemeinsam zurück auf die Woche, was wir alles geschafft haben, was so die nächsten kommenden Themen sind und was auch die unterschiedlichen Büros gemacht haben. Wir sind 70 Leute in Wien mittlerweile, haben aber auch 25 Leute in Boston, dann noch zehn in Porto und jetzt ganz neu ein Paar Leute in Berlin. Das heißt, wir bauen auch hier einen Standort auf und haben wahrscheinlich bis Ende des Jahres so fünf bis zehn Mitarbeiter. Schon allein aus diesem Grund ist natürlich ein Tool wie ein wöchentlicher Newsletter ganz schlau, um alle auf dem Stand zu bringen.

Was da in diesem Newsletter noch passiert, sind persönliche Zeilen des CEO. Der verschickt den nämlich immer und bedankt sich jede Woche für die harte Arbeit, die jeder leistet, und zeigt schon einmal so die Wertschätzung, die er unserer Arbeit entgegenbringt.

Ein anderer Punkt widmet sich wirklich dezidiert dieser Wertschätzung der Kollegen, denn Jeder kann Jeden und jedes Team im Vorfeld nominieren. Sozusagen wenn dir jemand aufgefallen ist im Unternehmen, der irgendwie besonders toll agiert hat diese Woche, dann kannst du den oder ein gesamtes Team nominieren, und das wird dann vor den Vorhang gezogen und dem Newsletter präsentiert mit knappen pointierten Zeilen. Das wirkt natürlich irrsinnig motivierend für das gesamte Team und ich würde mal sagen das fasst auch den Spirit ganz gut zusammen, der bei Kununu herrscht.

Wir sind in letzter Zeit stark gewachsen. Wir sind aber nicht überdimensioniert. Das heißt, wir sind im Prinzip so aufgestellt, dass wir für jede Aufgabe einen wirklichen Experten haben und eine Führungsebene, die uns auch den Freiraum gibt, unser Experte zu sein. Die agieren vor Allem so, dass kein Micro Management passiert, sondern vielmehr vertrauen die einfach in die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die sie ja auch ausgewählt haben mit großer Vorsicht und Vielfalt. Sie sind da, wenn man sie braucht.

Sonst hat jeder im Prinzip seinen eigenen Gestaltungsspielraum, trägt aber natürlich auch die Verantwortung für sein Tun.

Was uns alle vereint ist natürlich auch dieser Gedanke, diese Vision, die Welt ein Stückchen besser zu machen und Menschen Informationen in die Hand zu drücken, die sie bis Dato vielleicht schwer bekommen haben und sie einfach darin zu unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen, nämlich bei einer der wichtigsten Entscheidungen in ihrem Leben, nämlich den richtigen Arbeitgeber zu finden. Ich finde das ist ein schöner Antrieb, der uns alle eint.

Du hast gerade von eurem internen Tool gesprochen, der Empfehlung von Teams, die vielleicht besondere Leistungen in der vergangen Woche vollbracht haben. Hast du da mal ein Beispiel für unsere Zuhörer?

Das ist jetzt quasi der live-Test, ob ich den Newsletter auch lese, ne? Tatsächlich war das letzte Woche unser SEO-Experte.

Wir sind nämlich mit dem Launch von Google for Jobs in den USA auch als eine Bewertungsplattform gelistet, deren Sternebewertungen sozusagen bei Google direkt ausgespielt werden und das ist unter Anderem unserem SEO Lenny zu verdanken, der sich da wirklich stundenlang in die Materie eingelesen und wirklich reingehängt hat und das war glaube ich das Beispiel von letzter Woche.“

Wenn du jetzt eine Sache einführen könntest, die das Miteinander, die persönliche Entfaltung und Verwirklichung von Menschen in deinem Unternehmen fördert, und wenn es für die Umsetzung keine Hürden oder Grenzen gäbe, was würdest du tun?

Da sprichst du lustiger Weise ein recht aktuelles Thema bei uns an, denn ich habe ja schon gesagt, dass wir recht stark gewachsen sind. Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf das gesamte Team und wir mussten uns auch räumlich trennen. Das heißt, früher waren sozusagen alle auf einem Haufen, jetzt sind wir verteilt in einem Gebäude, in dem die Hälfte der Mitarbeiter weiter im dritten Stock ist, und dir andere Hälfte im fünften Stock.

Wir nutzen zwar Tools wie Slack und OfficeVibe und eigentlich in der heutigen Welt ist es ja faktisch egal, wo man sitzt. Trotzdem vermisse ich teilweise den physischen gemeinsamen Ankerpunkt im Büro, wo teamübergreifende Diskussionen bzw. teamübergreifender Informationsfluss auch ganz einfach passiert. Das heißt, wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre es tatsächlich ein neues Büro, und wir ziehen tatsächlich um. Also dieses Problem haben wir erkannt und werden Ende September tatsächlich neue Räumlichkeiten beziehen. Und zwar Räumlichkeiten auf einer Ebene.

Welche Maßnahmen zur Unterstützung eines positiven Menschenbildes setzt dein Unternehmen bereits um? Welche Maßnahmen sind noch in Planung? Worauf freust du dich besonders?

Eines mag vielleicht banal klingen, aber bei Kununu darf auch der Hund mit ins Büro. Verschiedene Studien belegen ja auch die positive Wirkung von Hunden im Büro auf die Reduktion des Stresslevels, und das merke ich auch ganz stark bei mir selbst. Also wir haben glaube ich sieben oder acht Hunde, die immer abwechselt da sind, aber das bringt einem ganz ganz viel.

Es ist ein super schöner Ausgleich und bringt einen schnell auf den Boden und das sieht man übrigens auch an dem Suchverhalten unserer User.

Man kann ja bei Kununu dezidiert nach Arbeitgebern suchen, wo der Hund im Büro erlaubt ist. Wir haben das mal ausgewertet und auf Platz eins der Suchanfragen stehen flexible Arbeitszeiten, auf Platz zwei die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten und auf Platz drei der Hund. Also bei Kununu ist es möglich, jedem der einen Hund hat und ihn gerne ins Büro mitbringt und überhaupt ganz cool ist, kann sich gerne bei uns melden, wir suchen immer Leute und ich habe schon angesprochen, dass wir ein neues Büro in Wien beziehen. Da werden wir noch etwas Neues wagen, und zwar werden wir die Sitzordnung komplett durchshufflen. Das heißt, wir wollen die Teams sozusagen aufbrechen und ein System oder ein Shufflesystem machen, das wir jetzt noch nicht kennen natürlich, aber wir werden die Teams mischen und wir glauben natürlich, dass die Teams mit großer kognitiver Vielfalt, also auch mit unterschiedlichen Denkansätzen Probleme schneller, anders und vielleicht sogar besser lösen können.

Da geht’s natürlich einerseits Unterschied in der Wissensverarbeitung. Wie erarbeiten sich Teams Wissen, um damit dann Probleme zu lösen. Da geht’s aber auch um unterschiedliche Perspektiven, also sprich wie jemand seine eigene Perspektive einsetzt, und sie mit Impulsen von anderen kombiniert, wenn er an die Lösung eines Problems geht. Und darauf freue ich mich besonders. Das kann wesentlich inspirierend sein und befruchtend für uns alle.

Johannes, wie ist deine Vision für Leben und Arbeiten der Zukunft? Wie werden wir in 2030 leben und arbeiten?

Das ist ja gar nicht mehr so lange hin. Also ich glaube tatsächlich, dass das die Digitalisierung von der Erwerbsarbeit ein wenig wegdrängt. Weg von vielleicht den monotonen Jobs. Schlussendlich hin zu Jobs, die du durch Innovation und Kreativität gekennzeichnet sind. Vielleicht auch zu Berufen, in denen Soziales wieder mehr gefragt ist. Ich glaube also in Zukunft wird es um Arbeit gehen, die sich wieder sehr stark an der Gesellschaft wieder orientiert, an der Gemeinschaft und auch an der Umwelt. Und wenn man sich das durchdenkt, entspräche das ja auch mehr unserer Menschlichkeit. Also das wäre mal eine Entwicklung, die sehr schön zu beobachten wäre. Gleichzeitig geht der Wandel, über den wir heute viel und intensiv diskutieren, geht nicht nur von der Digitalisierung aus, sondern tatsächlich ja auch vom Menschen. Das heißt, junge Menschen suchen ja heute dezidiert nach einem Job oder nach Arbeit, die sinnhaft ist. Ich glaube, wir werden uns in Zukunft auch neue Arbeitsfelder schaffen und im Zweifel werden die Aufgaben erfüllender und menschlicher sein, als jene, die und vielleicht durch die Automatisierung verloren gehen.

Was sind deine 3 wichtigsten Hashtags?

Bei mir beschränken sich die Hashtags ja auf Twitter, weil es tatsächlich das einzige soziale Medium ist, wo ich vertreten bin mit dem Vorteil, dass ich schnell zu erreichen bin und mit dem Nachteil, dass es natürlich eine gewisse Limitation hat. Aber ein Hashtag wäre natürlich #NewWork, weil man einfach viel Lesenswerten immer dazu findet. Quasi ein Dauerbrenner in unserer Branche.

Der zweite wäre tatsächlich #Insights. Ganz egal in welchem Bereich.

Und der dritte ist #Kununu. Ich lese gerne sozusagen mit, was Leute über Kununu denken, wie es mit unserer Marke interagieren. Ich melde mich auch gerne selber zu Wort, beantworte natürlich auch alle Fragen, gerne auch kritische, denn die ganze Idee von Kununu ist ja auf einer Idee gebaut, die ein vielleicht bisschen polarisiert und wir sagen ja Unternehmen immer, dass sie transparent und kritikfähig seien sollen und diesen Anspruch haben wir natürlich auch an uns selbst.“

Ja dann vielen Dank für diese interessanten Einblicke.

Danke dir!


Shownotes:

Kununu

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